Kranz aus alten, historischen Buchseiten

Schon vor längerer Zeit haben wir angefangen Thomas alte Bücher auszusortieren – einige wurden über share&care verschenkt (u.a. die ganze Star Trek Sammlung), die alten Bildbände schlachte ich gerade aus, andere werde ich für ein besonderes Nachttischchen nutzen, von dem ich bald berichten werde – und zufällig fanden sich noch einige sehr alte, bereits vergilbte Bücher, die inhaltlich uninteressant waren und daher von mir vollkommen zweckentfremdet verbastelt werden können. kranz-bücherseiten-diy

Im Internet finden sich viele gute Anregungen, u.a. auch diese Idee, aus alten, vergilbten Buchseiten einen Kranz zu fertigen, die ich auf Pinterest gefunden habe und von der ich gleich begeistert war. Wenn ihr euch über den Pin durchklickt findet ihr eine Anleitung auf Engslisch. Für alle diejenigen, die des Englischen nicht so mächtig sind, hier eine kurze Anleitung (mit Abwandlungen im Vergleich zum Original) auf Deutsch: Man muss zunächst die Buchdeckel vorsichtig ablösen, wenn man diese  wie ich noch für andere Bastelsachen verwenden möchte. Dann kann man die Seiten herausreißen. (Je nach Seitendicke lassen sich gleich mehrere rausreißen.) Die Seiten werden dann zur Hälfe gefaltet und entlang der Faltkante vorsichtig auseinandergerissen. Wenn man die Faltkante gut mit dem Nagel nachzieht, geht das recht einfach. Ich habe die beiden Hälften jeweils nochmals halbiert, um kleinere Flächen zu bekommen, aber das ist Geschmackssache und auch davon abhängig, wie groß der Kranz werden soll. Auch diesen Falt- und Reißprozess kann man etwas abkürzen, wenn man gleich mehrere Reisen übereinanderlegt. Die kleinen Papierviertel müssen dann geknüllt werden, um schöne Knitterfalten zu erhalten. Wenn man sie auseinandergeknüllt hat, faltet man sie weider zu Hälfte oder Viertel und stanzt sie mit einem Locher.

Aupcycling-kranz-bücherseitenufgefäldelt werden diese Papierfetzen dann auf einem Drahtring, den man ebenfalls ganz leicht herstellen kann: Man braucht einfach eine dickeren Draht, den man beispielsweise um eine Metallschlüssel mit gewünschtem Umfang legen kann, um die Kreisform zu erhalten (ein zweites Paar Hände ist dabei ganz hilfreich). Je nach stärke des Drahtes muss mann die Metallschüssel mehrfach umlegen (ich habe zwei Runden genommen). Dann nimmt man den Drahtring von der Schüssel un umwickelt ihn zusätzlich mit Blumendraht, um ihn zu stabilisieren. So verliert er dann auch kaum mehr seine Rundung. Dabei muss der Blumendraht noch nicht mal dicht an dicht gewickelt werden. Sodann schneidet man den Drahtring an einer Stelle einfach wieder auf und kann dann mit dem Auffädeln der Papierfetzen beginnen.

Ich habe sowol die Papierhälften als auch Papierviertel verwendet. Damit diese auch richtig halten, werden sie zudem am Draht festgeklebt, wofür man am besten eine Heißklebepistole benutzt – einfach zwischendrin immer wieder einen Tropfen Kleber am Draht/Papier einfügen. Am Ende werden die beiden Drahtenden ebenfalls wieder zusammengeklebt und zusätzlich mit etwas Blumendraht umwickelt. Um den Kranz aufhängen zu können, habe ich ein hellbraunes Bastband verwendet, dessen eines Ende gekringelt runterhängt, was die Schlaufe ersetzt, die ich in diesem Fall nicht so passend fand.

Dieser Kranz hängt jetzt in unserem Flur und gibt die Farbwahl für die demnächst anstehende Flurumgestaltung vor: verschiedene Brauntöne mit Weiß gemischt. Da der Flur leider so dunkel ist, sind die Bilder nicht besonders gut geworden und werde für euch neue machen, darunter auch einige Detailaufnahmen, damit ihr euch von der Herstellung einen genaueren Eindruck verschaffen könnt.

2 Gedanken zu “Kranz aus alten, historischen Buchseiten

  1. Vielen dank für die Informationen, das sieht super aus. Ich gib mir wirklich große Mühe Dinge wieder zu verwenden anstatt sie wegzuschmeißen. Habe schon einige schöne Sachen daraus machen können.

    Gruß Anna

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